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Was passiert eigentlich mit den geschlossenen Deponien?
Wenn eine Abfalldeponie verfüllt und geschlossen ist, erhält sie eine Oberflächenabdichtung. Damit soll verhindert werden, dass Niederschlagswasser durch die Deponie dringt und dabei Schadstoffe herauslöst. Der Aufbau einer solchen Abdeckung ist in der Verwaltungsvorschrift Technische Anleitung (TA) Siedlungsabfall geregelt.
Danach besteht sie aus folgenden Schichten:
50 cm Ausgleichs- bzw. Gasdränschicht,
50 cm mineralische Dichtungsschicht,
2,5 mm starke Kunststoffdichtungsbahn, eine Schutzschicht,
30 cm Entwässerungsschicht und
100 cm Rekultivierungsschicht
Probleme
1. Die mineralische Dichtungsschicht besteht aus stark verdichtetem, wasserundurchlässigem Ton. Auf Grund der großen Deponieoberflächen und der Mindeststärke von einem halben Meter entstehen große Kosten beim Transport, da der Ton häufig weite Wege transportiert werden muss. Außerdem ist der Einbau der mineralischen Dichtung sehr aufwendig.
2. Wird die Deponie gleich nach ihrer Schließung mit dieser Oberflächenabdichtung versehen, so hat dies zwar den positiven Effekt, dass kein Wasser mehr eindringt und Schadstoffe löst, aber gleichzeitig fehlt dann im Innern der Deponie Wasser, um die Gasproduktion der Deponie zu unterstützen. Denn durch Zersetzungsprozesse im Müll entstehen Deponiegase, die auf den meisten Deponien erfasst und anschließend verbrannt oder genutzt werden. Optimal wäre es, genau soviel Wasser in die Deponie zu lassen, wie für die Gasproduktion benötigt und dabei vollständig verbraucht wird. Je aktiver die Gasbildung abläuft, desto eher wird die Deponie inaktiv, d.h. finden keine oder sehr wenige Umwandlungsprozesse in ihr statt.
3. Auf Grund dieser Umwandlungsprozesse treten Volumenreduzierungen im Deponiekörper auf, die zu erheblichen Setzungen an der Oberfläche führen. Eine unmittelbar nach Deponieschließung eingebaute endgültige Oberflächenabdichtung kann diesen Beanspruchungen nicht standhalten.
Lösungsansatz
Die TA Siedlungsabfall lässt jedoch auch andere in der Wirkung gleichwertige Oberflächenabdichtungssysteme zu. Die Entwicklung eines solchen Systems hat sich eine Arbeitsgruppe unter Federführung des RAVON zur Aufgabe gemacht.
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Abschlussarbeiten vorgestellt

Besondere Abschlussarbeiten

Fotos sanierter Deponien

Testfelder und Arbeitsgruppe

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