Thermische Abfallbehandlung


Entsprechend den Anforderungen der Bundesregierung an die Abfallwirtschaft ist eine Ablagerung unbehandelter Abfälle auf einer Deponie  seit Mitte 2005 nicht mehr erlaubt.


Die Entscheidung für eine thermische Behandlung fiel beim RAVON aufgrund der Überzeugung, dass dies derzeit die beste Möglichkeit ist, um durch drastische Volumenreduzierung und Schadstoffzerstörung bzw. -bindung die Lösung des Abfallproblems nicht der nächsten Generation zu überlassen.

Nach Standortsuche im Verbandsgebiet und einer europaweiten Ausschreibung erhielt im Mai 1997 ein Konsortium aus den Energieunternehmen VEAG und STEAG den Zuschlag, im Auftrag des RAVON eine thermische Abfallbehandlungsanlage in Lauta (T.A. Lauta) zu errichten und zu betreiben.

Bis zum Frühjahr 2004 entstand in Lauta in rund 2,5 Jahren Bauzeit die erste neue Müllverbrennungsanlage (MVA) der neuen Bundesländer. Betreiber ist die Thermische Abfallbehandlung (T.A.) Lauta oHG.
Die Anlage arbeitet nach dem Rostfeuerungsprinzip und unterbietet dabei die gesetzlichen Emissionsvorgaben etwa um die Hälfte.


Bilanz der ersten zehn Betriebsjahre der T.A. Lauta

(Quelle: T.A. Lauta oHG)

Im Jahr 2014 wurden insgesamt 219.300 t (2013: 227.600 t, 2012: 217.700 t, 2011: 218.000 t, 2010: 226.100 t, 2009: 229.803 t, 2008: 233.713 t, 2007: 224.049 t, 2006: 229.741 t, 2005: 216.300 t) Hausmüll, Sperrmüll und hausmüllähnlicher Gewerbeabfall entsorgt. Nach der Verbrennung blieben 64.200 t (2013: 68.500 t, 2012: 62.600 t, 2011: 61.700 t, 2010: 62.683 t, 2009: 60.025 t, 2008: 63.000 t, 2007: 59.979 t, 2006: 63.142 t, 2005: 61.700 t) Rostschlacke zurück. Sie wurde nach der Metallrückgewinnung als Ersatzbaustoff eingesetzt.

Bei der Verbrennung freiwerdende Wärme diente der Erzeugung von 134.700 MWh (2013: 134.000 MWh, 2012: 133.200 MWh, 2011: 130.100 MWh , 2010: 134.100 MWh, 2009: 137.400 MWh, 2008: 142.500 MWh, 2007: 133.007 MWh, 2006: 127.480 MWh, 2005: 122.000 MWh) Elektroenergie. Davon wurden 113.000 MWh (2013: 114.000 MWh; 2012: 113.000 MWh, 2011: 111.700 MWh, 2010: 112.800 MWh,  2009: 116.100 MWh, 2008: 122.000 MWh, 2007: 112.416 MWh, 2006: 107.477 MWh, 2005: 102.000 MWh) in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist.
Die Firma Rygol wurde mit 12.700 MWh (2013: 10.800 MWh, 2012: 10.200 MWh, 2011: 8.055 MWh , 2010: 7.600 MWh) Wärme beliefert.

Aus der Rauchgasreinigungsanlage gelangten 17.400 t (2013: 18.300 t, 2012: 17.700 t, 2011: 19.400 t , 2010: 20.290 t, 2009: 20.194 t, 2008: 20.398 t, 2007: 19.356 t, 2006: 19.727 t, 2005: 20.400 t) mit Schadstoffen belastete Rückstände zur bergtechnischen Verwertung nach Sachsen-Anhalt und Hessen.


» Emissionswerte der T.A. Lauta 2014 >>> » weitere Informationen über das Informationsbüro der T.A. Lauta  >>>




Blick in den Verbrennungsraum


 
letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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