PRESSEMITTEILUNG vom 09. April 1999


Ostsächsischer Abfallberg 1998 um 7 % geschrumpft
Aktuelle RAVON-Statistik weist sogar 15 % weniger Hausmüll im Vergleich zu 1997 aus

 

"Der Trend bei den Bürgern der Region ist seit mehreren Jahren deutlich. Abfallvermeidung und Abfallverwertung führten dazu, dass die durchschnittliche jährliche Hausmüllmenge je Einwohner von 276 Kilogramm (kg) im Jahr 1994 auf 142 kg im Vorjahr sank." lobt der Geschäftsführer des Regionalen Abfallverbandes Oberlausitz-Niederschlesien RAVON Ulrich Heine das gewachsene Umweltbewusstsein in Ostsachsen.

Die neuesten statistischen Zahlen des Abfallverbandes (dazu gehören die Landkreise Bautzen, Kamenz, Löbau-Zittau, der Niederschlesische Oberlausitzkreis und die kreisfreie Stadt Görlitz) ergeben insgesamt 200.974 Tonnen (t) Abfälle, die 1998 auf Deponien abgelagert wurden.

Verlädt man diese in Spezialcontainern auf die Schiene, entsteht ein "Abfallzug" von Görlitz bis Dresden (etwa 110 km Länge).

Auf die Bewohner des Verbandsgebietes bezogen ergibt sich ein Gesamtabfallaufkommen von durchschnittlich 303 kg je Einwohner und Jahr.

 

Insgesamt konnte gegenüber 1997 (214.992 t) ein Rückgang um 14.018 t bzw. rund 7 % verzeichnet werden.

Vernachlässigt man den Anstieg der Deponiebedarfsstoffe (das ist z.B. Bodenaushub, der für begonnene Schließungsmaßnahmen auf den Deponien benötigt wird), sank der Abfallberg gar um 28.964 t bzw. 13 %.

 

Von den 200.974 t Gesamtabfallaufkommen wurden auf den vom RAVON betriebenen Deponien 183.507 t abgelagert. Die an der Umladestation der seit 2 Jahren geschlossenen Deponie Bergen angelieferten Abfälle (9.557 t) transportierte der RAVON zur Ablagerung auf die Deponie Grüne Fichte Weißwasser.

17.467 t gelangten aus dem Landkreis Kamenz zur Dresdener Deponie Langebrücker Straße des Nachbarverbandes Oberes Elbtal.

 

Den stärksten Rückgang (in absoluten Zahlen) gab es, wie auch schon 1997, bei den Abfällen aus den Haushalten. Der Hausmüll verringerte sich gegenüber 1997 um 16.885 t auf 94.248 t. Dies entspricht 85% des ´97er Aufkommens.

Leider mussten erneut mehr Rückstände aus DSD-Sortieranlagen (DSD: Duales System Deutschland) auf den Deponien abgelagert werden. Manche Bürger versuchen offenbar illegal Geld zu sparen, indem sie Abfälle statt in die Hausmülltonne in die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack werfen. 1998 gelangten 12.759 t DSD-Sortierreste auf die Deponien (Steigerung um 14 % bzw. 1.539 t gegenüber 1997).

Einen überdurchschnittlichen Rückgang gab es bei Baustellen-

(um 8.170 t bzw.  49 %) und produktionsspezifischen Abfällen

(um 2.841 t bzw. 35 %). Ein Grund: das seit Herbst 1996 geltende Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, das eine Verwertung gewerblicher Abfälle durch private Entsorgungsunternehmen bundesweit zulässt.




letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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