PRESSEMITTEILUNG vom 15. Februar 2000


Umweltschutz auf Deponie Niedercunnersdorf verbessert
RAVON nimmt Sickerwasserreinigung in Betrieb


Ab dieser Woche läuft auf der Deponie Niedercunnersdorf (Landkreis Löbau-Zittau) eine Sickerwasserreinigungsanlage im Dauerbetrieb. Die seit dem Sommer 1999 errichtete Technik wird im Auftrag des Regionalen Abfallverbandes Oberlausitz-Niederschlesien RAVON von der WEDECO Umwelttechnologie GmbH Herford betreut. Für die Verbesserung des Umweltschutzes auf der aus DDR-Zeiten stammenden Altdeponie durch Sickerwasserfassung und -reinigung investiert der RAVON insgesamt ca. 3 Millionen DM.

Bis Mitte 2000 will der Abfallverband außerdem eine Deponiegasabsaug- und Gasfackelanlage für etwa 1,2 Millionen DM installieren.

Geplant ist eine Verwertung des Deponiegases als Energieträger in der benachbarten Asphaltmischanlage.

Der RAVON wird dann einen Tag der offenen Tür organisieren, um interessierten Bürgern die Umweltschutzmaßnahmen auf der Deponie vorzustellen.

 

Niederschlag löst aus den abgelagerten Abfällen Schadstoffe, die sich im Sickerwasser der Deponie sammeln. Die Reinigungsanlage auf der Deponie Niedercunnersdorf ist für eine Sickerwassermenge von 4 m3 pro Stunde ausgelegt. Dieses Abwasser wird zunächst mit einem Pumpwerk in eine vorgeschaltete Denitrifikationsstufe gefördert und gelangt anschließend in die Nitrifikationsstufe. Diese beiden Reinigungsstufen sind als Belebtschlammbiologie ausgeführt. Hier findet der Abbau von Stickstoffverbindungen und des biologisch abbaubaren CSB´s (Chemischer Sauerstoff-Bedarf) statt. Aus einer Nachklärung im Nitrifikationsreaktor fließt das inzwischen biologisch vorgereinigte Abwasser in einen Entkoppelungsbehälter.

Von hier erfolgt eine kontinuierliche Zugabe in einen Reinigungskreislauf aus Ozonoxidation, Ozonreaktions- und Entgasungsbehälter sowie Biofiltration. Dabei werden schwer abbaubare Schadstoffe aus dem Abwasser gelöst.

An­schließend gelangt das eigentlich schon für die Einleitung in Oberflächengewässer (Fluss oder Bach) geeignete Abwasser noch zu einer Nachklärung in die Kläranlage Großschweidnitz.

 

Die Deponie Niedercunnersdorf wird Ende 2000 für die Abfallablagerung geschlossen. Jedoch fällt noch Jahre danach Sickerwasser an, das gereinigt werden muss. Auch Deponiegas bildet sich noch lange nach Deponieschließung. Experten sprechen von Zeiträumen über mehrere Jahrzehnte.




letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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