PRESSEMITTEILUNG vom 17. Juli 2001

 

Innovatives Oberflächenabdeckungs- und -abdichtungssystem für Siedlungsabfalldeponien
Abfallverband RAVON veröffentlicht Erfahrungsbericht im Internet


Der ostsächsische Abfallverband RAVON (Regionaler Abfallverband Oberlausitz-Niederschlesien) hat diese Woche den Erfahrungs-bericht einer durch ihn initiierten Arbeitsgruppe ins Internet gestellt.

Die Experten legen hier die Zwischenergebnisse eines seit über zwei Jahren laufenden Testprogramms zur Erforschung unterschiedlicher Deponie-Oberflächenabdeckungssysteme offen. Ziel der Versuche ist der Ersatz der 50 cm starken mineralischen Dichtungsschicht durch Spezialmatten. Diese Bentonitmatten sollen in Kombination mit der Kunststoffdichtungsbahn gleichwertige Dichteigenschaften erreichen. Die Hochschule Zittau / Görlitz University of applied sciences begleitet das Projekt wissenschaftlich im Rahmen von Diplomarbeiten.

Außerdem schildert der RAVON die praktische Umsetzung bei den Schließungen zweier Verbandsdeponien. Eine davon, die Deponie Bergen bei Hoyerswerda, ist auf Grund ihrer Lage in einer durch Grundwasserwiederanstieg  betroffenen ehemaligen Braunkohle-grube eine besondere Sanierungs-Herausforderung.

Konkretes Ergebnis der Arbeit der "Arbeitsgruppe Oberflächen-sicherung von Deponien - RAVON"  ist, dass der Abfallverband mit Kosten unter 120 DM pro Quadratmeter abzudichtender Deponie-fläche rechnet. Frühere Berechnungen erwarteten einen Aufwand von über 200 DM. Damit tragen die Ergebnisse wesentlich dazu bei, dass der RAVON für den Abschluss und die Nachsorge der insgesamt 8 ostsächsischen Deponien gegenüber ersten Schätzungen rund 57 Millionen DM einsparen will. Geld, dass nicht mehr durch Abfallgebühren der Bürger oder aus Steuergeldern aufgebracht werden muss.

 

Der mit Hilfe von Diagrammen und Grafiken präsentierte Bericht kann auf der Homepage des RAVON unter http://www.ravon.de/ gelesen und auch herunter geladen werden.

Die Arbeitsgruppe “Oberflächensicherung von Deponien – RAVON“ wurde am 20. Mai 1998 gegründet. In ihr arbeiten Experten auf dem Gebiet der Deponiesanierung unter fachlicher Begleitung des Staatlichen Umweltfachamtes Bautzen.

Die Arbeitsgruppe setzt sich zum Ziel, durch innovative Lösungen wirtschaftliche und damit für die Gebühren der Bürger kosten-günstige Varianten für die Schließungs- und Sanierungsmaßnahmen auf den RAVON-Deponien zu erarbeiten.

 

Für Rückfragen:
Horst Werner,
Technischer Leiter beim RAVON und Leiter der Arbeitsgruppe
Telefon: 035825 / 72 0  .  Funk-Telefon: 0171 / 811 94 29




letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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