PRESSEMITTEILUNG vom 09. April 2002


121 Kilogramm Hausmüll je Einwohner in Ostsachsen 2001
Abfallverband RAVON stellt die Abfall–Zahlen für das vergangene Jahr vor


Jeder Einwohner der Region Oberlausitz-Niederschlesien (Landkreise Bautzen, Kamenz, Löbau-Zittau, Niederschlesischer Oberlausitzkreis und kreisfreie Stadt Görlitz) warf vergangenes Jahr im Durchschnitt 121 Kilogramm (kg) Abfall in die Hausmülltonne und 34 kg Verpackungsmüll in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Außerdem schaffte jeder Ostsachse statistisch gesehen 35 kg Altglas sowie 67 kg Zeitungen, Zeitschriften, Papier und Pappe in die Wertstoff-Container.
Mit der Biotonne wurden 70 kg je Einwohner eingesammelt. Einen erheblichen Anteil an diesem Durchschnittswert haben dabei die Einwohner des Landkreises Löbau-Zittau, die allein fast die Hälfte aller Bioabfälle im RAVON aufbrachten.
Laut der neuesten Abfallstatistik gelangten im Jahr 2001 insgesamt 132.056 Tonnen (t) Abfälle auf die Deponien des Regionalen Abfallverbandes Oberlausitz-Niederschlesien RAVON.
Ohne Berücksichtigung von Deponiebedarfsstoffen (Das sind z.B. Bauschutt oder Bodenaushub, die für Abdeckmaßnahmen oder Wegebau auf den Deponien benötigt und nur nach Bedarf angenommen werden.) sank das Abfallaufkommen gegenüber 2000 um 16.543 t bzw. 12 % auf 124.718 t.
Das sind im Durchschnitt insgesamt 197 kg je Einwohner (2000: 219 kg). Pro Bürgerin und Bürger fielen dabei 5 kg weniger Hausmüll (121 statt 126 kg) und 2 kg weniger Sperrmüll (26 statt 28 kg) als 2000 an. Noch sieben Jahre zuvor (1994) erzeugte jeder Bürger mehr als doppelt soviel Hausmüll (276 kg).

Die Hausmüllmenge fiel von 2000 auf 2001 um 4.963 t bzw. 6 % auf 76.128 t.
Wie schon im Jahr zuvor verringerten sich die Abfälle, die aus wilden Verkippungen stammen, erneut um fast die Hälfte (Rückgang um 314 t auf 441 t).
Auch die Rückstände, die aus den Sortieranlagen des Dualen Systems Deutschlands (verantwortlich für die Einsammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen mit dem grünen Punkt) auf die Deponien gelangten, waren zum zweiten Mal seit Jahren rückläufig. Von diesem Müll, der aus den Sammlungen der gelben Tonnen und Säcke aussortiert werden muss, kamen mit 8.598 t 26 % bzw. 2.996 t weniger als 2000 auf die Deponien des RAVON.
Eine Ursache dafür, wie auch für den erneut erheblichen Rückgang der Baustellenabfälle oder hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle, kann im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes gesehen werden, das eine Verwertung gewerblicher Abfälle durch private Entsorgungsunternehmen über Bundesländer-Grenzen hinweg zulässt.

Eine Steigerung um 79 % gab es bei den produktionsspezifischen Abfällen. Jedoch liegen die 3.693 Tonnen für 2001 sehr weit weg von den jährlich rund 25.000 t, die noch 1994 oder 1995 anfielen.



letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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