PRESSEMITTEILUNG vom 7. April 2006

Abfallmengen 2005 in Ostsachsen leicht angestiegen
RAVON lieferte 105.000 Tonnen zur thermischen Behandlung

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 181.683 Tonnen (t) Abfälle auf den Entsorgungsanlagen des Regionalen Abfallverbandes Oberlausitz-Niederschlesien RAVON angeliefert. 101.750 t stammten aus dem Verbandsgebiet des RAVON. Ohne Berücksichtigung von Deponiebedarfsstoffen (z.B. Bauschutt und Bodenaushub für Abdeckmaßnahmen oder Wegebau auf der Deponie), stieg das Abfallaufkommen gegenüber 2004 um 11.251 t bzw. 13 % auf 96.767 t.
Davon gelangten direkt oder über die vier Umladestationen des Verbandes 81.416 t zur Thermischen Abfallbehandlungsanlage Lauta. Der Rest wurde in Kunnersdorf deponiert.

Durch entsprechende Lieferverträge konnte der RAVON insgesamt rund 104.700 t innerhalb seines Kontingents nach Lauta schaffen. Die zusätzlichen Abfallmengen kamen überwiegend aus dem Gebiet um Dresden. Geschäftsführer Ulrich Heine: „Die für die thermische Abfallbehandlung vereinbarte Jahresmenge von 110.000 t konnte somit nicht voll erreicht werden. Die Gründe liegen insbesondere darin, dass die gesetzliche Forderung der Abfallbehandlung erst seit Mitte des Jahres 2005 gilt und viele Abfälle bis dahin noch billig deponiert wurden. Seitdem stieg das Interesse an den Behandlungskapazitäten des RAVON jedoch.“
Minderausgaben bei den Betriebskosten der Umladestationen und Mehreinnahmen auf der Deponie Kunnersdorf glichen die Verluste fast vollständig aus. Hier wurden u.a. rund 56.500 t Müll abgelagert, der bei einer Deponieberäumung in der Nähe von Chemnitz anfiel.

161 Kilogramm Abfall je Einwohner
Das Abfallaufkommen je Einwohner der Region (Landkreise Bautzen, Kamenz, Löbau-Zittau, Niederschlesischer Oberlausitzkreis und kreisfreie Stadt Görlitz) betrug 2005 im Durchschnitt 161 kg (ohne Bedarfsstoffe; 2004: 141 kg). Der Anstieg wurde verursacht durch Produktionsabfälle, die als inerte Stoffe überwiegend auf der Deponie Kunnersdorf abgelagert wurden. Pro Bürgerin und Bürger fielen 2 kg weniger Hausmüll (111 statt 113 kg) und 1 kg weniger Sperrmüll (14 statt 15 kg) als 2004 an. Die Hausmüllmenge verringerte sich gegenüber 2004 um 1.863  t bzw. 3 % auf 67.023 t.

Aufkommen an Wertstoffen

Im Vergleich zu 2004 wurden im vergangenen Jahr etwas weniger Wertstoffe pro Kopf eingesammelt. Jeder Einwohner warf 34 kg Verpackungsmüll (2004: 35 kg) in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Außerdem schaffte jeder Ostsachse statistisch gesehen 31 kg Altglas (2004: 35 kg) sowie 61 kg Zeitungen, Zeitschriften, Papier und Pappe (2004: 63 kg) in die Wertstoff-Container. In die Biotonne gelangten rund 71 kg je Einwohner (2004: 72 kg).


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letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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