Problemabfälle - Wenn der Lack ab ist


 
Viele Produkte wie Sprays, Lösungs- und Reinigungsmittel, Lacke, Farben, Medikamente enthalten gefährliche Schadstoffe. Problemabfälle müssen deshalb gesondert gesammelt und in speziell gesicherten Sonderabfalldeponien, Untertagedeponien oder Sonderabfallverbrennungsanlagen entsorgt werden. Ein großer Teil dieses Abfalls könnte problemlos eingespart werden.
 
Der RAVON gibt Tipps, wie man Problemabfall vermeidet und zeigt, wie der Müll richtig entsorgt wird.
 
Putz und Reinigungsmittel
sollten sparsam verwendet werden. Niemand benötigt ein Putzmittelarsenal. Ein umweltschonender, milder Universalreiniger für Bad, Küche und WC ist völlig ausreichend. Desinfektionsmittel, Sanitärreiniger und ätzende Reiniger sind fast immer überflüssig. Bei hartnäckigem Schmutz ist der Einsatz von Schrubber, Bürste oder Schwamm ebenso effektiv, aber wesentlich umweltfreundlicher. Ein Schuss Salmiakgeist erleichtert das Fensterputzen. Kalkflecken lassen sich problemlos mit Essig entfernen. Auch auf Abflussreiniger sollte völlig verzichtet werden. Eine Saugglocke oder eine Rohrreinigungsspirale aus Metall leistet den gleichen Dienst.
 
Spraydosen
können fast immer durch umweltfreundlichere Pumpsprühflaschen ersetzt werden.
 
Batterien
enthalten giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Blei und Cadmium, die schon in kleinen Mengen gesundheitsschädlich sind. Produkte mit Netzstecker oder Solarzellen sind batteriebetriebenen Geräten deshalb vorzuziehen. Statt Einwegbatterien sollten Akkus (wiederaufladbare Batterien) gekauft werden, die später jedoch auch als Sonderabfall entsorgt werden müssen.
 
quecksilberhaltige Thermometer
sollten durch alkoholhaltige Fabrikate oder durch Thermometer mit Digitalanzeige ersetzt werden.
 
Medikamente
wirken nur für einen begrenzten Zeitraum. Deshalb lohnt es nicht, sich einen Vorrat im Schrank anzulegen. Altmedikamente werden von jedem Apotheker angenommen.
 
Bei Farben, Lacken und Klebstoffen
sollten lösungsmittelfreie, mit dem Umweltengel gekennzeichnete Produkte gekauft werden. Zu beachten ist, dass auch solche Produkte noch als Sonderabfall behandelt werden müssen.
 
Kunstdünger, Pestizide und Insektizide
sind überflüssig. Auf chemische Hilfsmittel kann im Garten völlig verzichtet werden. Eigener Kompost ersetzt Kunstdünger. Kräuteraufgüsse bekämpfen wirkungsvoll Schädlinge und haben den Vorteil, dass die befallene Pflanze und die Umwelt geschont wird. Hacke und Rechen sind die besten Unkrautvernichtungsmittel.
 
Autos
müssen in die Waschanlage. Niemals darf das Fahrzeug zuhause gewaschen werden. Denn nur eine Waschanlage gewährleistet, dass alle Abwasser ordnungsgemäß entsorgt werden. Aber auch dort sind viele der angebotenen Pflegemittel überflüssig. Altöl, Bremsflüssigkeit und Kühlflüssigkeit werden in der Werkstatt oder an der Tankstelle entsorgt. Nach dem Abfallgesetz ist jeder Autoverkäufer verpflichtet das Altöl zurückzunehmen. Keinesfalls darf Altöl in den Ausguss. Schon durch einen Tropfen Altöl werden 1000 l Trinkwasser ungenießbar! Übrigens können auch Speiseölreste bei der Tankstelle abgegeben werden.
 
Problemabfall richtig entsorgen
Schadstoffhaltige Abfälle können bei Schadstoffmobilen und Wertstoffhöfen abgegeben werden. Die Termine und Adressen werden im örtlichen Abfallkalender, der Tagespresse und den lokalen Anzeigenblättern veröffentlicht.




letzte Aktualisierung: 04.09.2018
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